Pick & Pack: Der Kernprozess im Fulfillment von der Entnahme bis zum versandfertigen Paket

Pick & Pack bezeichnet Kommissionierung und Verpackung als eine Fulfillment-Leistung. Ablauf am Packplatz, Abrechnung pro Auftrag und Position, typische Kosten 2026.

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Pick & Pack — kurz erklärt

Pick & Pack ist die Kombination aus Kommissionierung (Pick: Artikel aus dem Lager entnehmen) und Verpackung (Pack: prüfen, verpacken, wiegen, etikettieren). Fulfillment-Dienstleister rechnen Pick & Pack meist als Pauschale pro Auftrag plus Preis je Position ab.

Was ist Pick & Pack?

Pick & Pack fasst die beiden Arbeitsschritte zusammen, die aus einer Bestellung ein versandfertiges Paket machen: das Picken – die Kommissionierung der Artikel aus dem Lager – und das Packen – Kontrolle, Verpackung, Wiegen und Etikettieren am Packplatz. Der Begriff stammt aus dem englischsprachigen Fulfillment und hat sich in Deutschland durchgesetzt, weil er genau das beschreibt, was ein Dienstleister pro Bestellung abrechnet.

Die Abgrenzung ist einfach: Kommissionierung allein ist nur der Pick, Pack & Label allein ist nur der Packplatz. Pick & Pack ist beides – und endet mit der Übergabe an den Carrier. Erweiterte Varianten wie „Pick, Pack & Ship" schließen den Versand ausdrücklich ein.

Wie Pick & Pack in der Praxis funktioniert

Ein typischer Auftrag durchläuft im Lager eines Fulfillment-Dienstleisters diese Stationen:

  1. Auftragsimport: Die Bestellung gelangt per Schnittstelle aus Shop oder ERP ins WMS – bei Anbindungen wie Shopify oder Shopware innerhalb von Minuten.
  2. Pick: Der Picker erhält die Positionen auf dem Handscanner, läuft die Lagerplätze in optimierter Reihenfolge ab und scannt jeden Artikel (Pick-by-Scan).
  3. Kontrolle am Packplatz: Der Packer scannt den Auftrag, das System zeigt Soll-Positionen an; jeder Artikel wird ein zweites Mal gescannt.
  4. Pack: Das WMS schlägt die passende Versandverpackung vor, der Packer ergänzt Füllmaterial, Beileger und Lieferschein.
  5. Wiegen und Labeln: Das Paket wird gewogen, das Gewicht mit dem erwarteten Sollgewicht verglichen, das Versandlabel gedruckt und aufgebracht.
  6. Übergabe: Ein Abschluss-Scan meldet die Sendungsnummer an den Shop; der Kunde erhält die Sendungsverfolgung.

Der gesamte Durchlauf dauert bei einem Ein-Positions-Auftrag im gut organisierten Lager typischerweise unter zwei Minuten reine Arbeitszeit – vorausgesetzt, Aufträge werden im Batch gepickt und der Packplatz ist nach Kartongrößen sortiert.

Wie Pick & Pack abgerechnet wird

PreisbausteinWas er abdecktTypischer Preis 2026 (Deutschland)
Auftragspauschale / Erst-PickAuftrag anlegen, erste Position picken, packen, labeln0,90 bis 2,20 €
Folgepositionjede weitere Position im selben Auftrag0,15 bis 0,40 €
VerpackungsmaterialKarton, Füllmaterial, Klebeband0,20 bis 1,50 € je nach Größe
ZusatzleistungenBeileger, Geschenkverpackung, Etikettierung0,05 bis 0,50 € je Vorgang
PortoCarrier-Tarif, separatz. B. DHL Paket national 3,99 bis 6,50 € netto

Zusammen ergeben sich inklusive Verpackung, aber ohne Porto, Mischkosten von 2,80 bis 5,50 € je Paket – ausführlicher unter Kosten pro Paket.

Tipp aus der Praxis

Vergleichen Sie Angebote nie nur nach dem Erst-Pick-Preis. Ein Anbieter mit 1,20 € Erst-Pick und 0,40 € Folgeposition ist bei Ihnen teurer als einer mit 1,60 € und 0,15 €, sobald Ihre Bestellungen im Schnitt mehr als 2,3 Positionen haben. Rechnen Sie mit Ihrer echten Auftragsstruktur.

Warum Pick & Pack für Onlinehändler entscheidend ist

Pick & Pack ist der Moment, in dem ein Fulfillment-Dienstleister das Versprechen Ihres Shops einlöst: der richtige Artikel, unbeschädigt, im richtigen Karton, rechtzeitig vor der Cut-Off-Zeit. Jeder Fehler an dieser Stelle wird direkt beim Kunden sichtbar – als Fehlsendung, beschädigte Ware oder verspätete Lieferung.

Gleichzeitig ist Pick & Pack der größte variable Kostenblock im Fulfillment. Für einen Shop mit 3.000 Bestellungen im Monat macht ein Unterschied von 0,30 € je Auftrag 900 € monatlich aus. Die Pick-Genauigkeit und die Kosten je Auftrag sind deshalb die beiden Kennzahlen, die Sie beim Anbietervergleich zuerst prüfen sollten.

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Versteckte Kosten

Achten Sie auf Positionen, die in Pick & Pack nicht enthalten sind: Kartons, Füllmaterial, Lieferschein-Druck, Beileger, Gewichtszuschläge. Bei manchen Anbietern verdoppelt sich der Auftragspreis durch diese Bausteine. Fordern Sie eine Beispielrechnung für Ihren typischen Warenkorb an.

So macht es LogYou

Bei LogYou laufen Pick und Pack in der eigenen Plattform LogShip mit doppeltem Scan – am Lagerplatz und am Packplatz – und einer Gewichtsprüfung vor dem Label. Aufträge bis 14 Uhr gehen am selben Tag raus, versendet über DHL, GLS, UPS und DPD. Die Preisbausteine sind transparent aufgeschlüsselt: Details unter E-Commerce Fulfillment und auf der Preisseite.

Häufige Fragen zu Pick & Pack

Was ist Pick & Pack im Fulfillment?
Pick & Pack ist der Prozess, bei dem ein Fulfillment-Dienstleister die bestellten Artikel aus dem Lager holt (Pick), sie kontrolliert, verpackt, wiegt und mit dem Versandlabel versieht (Pack). Danach übergibt er das Paket an den Carrier. Es ist die Kernleistung jedes E-Commerce-Fulfillments.
Was kostet Pick & Pack in Deutschland?
Typisch sind 2026 0,90 bis 2,20 € für die erste Position eines Auftrags und 0,15 bis 0,40 € je weiterer Position. Verpackungsmaterial wird meist separat nach Kartongröße berechnet, das Porto kommt hinzu. Alles zusammen ergibt Mischkosten von etwa 2,80 bis 5,50 € pro Paket ohne Porto.
Was ist der Unterschied zwischen Pick & Pack und Pack & Label?
Pack & Label ist nur der zweite Teil: das Verpacken und Etikettieren am Packplatz. Pick & Pack schließt die vorgelagerte Kommissionierung mit ein. In Preislisten steht deshalb meist Pick & Pack, in Prozessbeschreibungen wird der Packplatz oft getrennt betrachtet.

Fragen zu Pick & Pack in Ihrem Shop?

Wir verschicken seit 2014 täglich Pakete für E-Commerce-Marken. Sagen Sie uns Pakete pro Tag und Shop-System — wir antworten mit einer konkreten Einschätzung.

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