Pick-Kosten sind die Gebühren, die ein Fulfillment-Dienstleister für das Entnehmen der Artikel einer Bestellung aus dem Lager berechnet. Üblich ist ein Erst-Pick von 0,90 bis 2,20 € je Auftrag plus 0,15 bis 0,40 € für jede weitere Position; abgerechnet wird je Position oder je Stück.
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Was sind Pick-Kosten?
Pick-Kosten sind der Teil der Fulfillment-Kosten, der für die Kommissionierung anfällt: das Entnehmen der bestellten Artikel vom Lagerplatz, die Scan-Kontrolle gegen die Bestellung und das Zusammenführen am Packplatz. Der Begriff „Pick“ stammt aus dem englischen to pick (auswählen, entnehmen) und bezeichnet im Lager einen einzelnen Zugriff auf eine Artikelzeile.
In den meisten deutschen Preislisten werden Pick-Kosten nicht isoliert ausgewiesen, sondern in zwei Stufen: ein Erst-Pick, der zusammen mit der Auftragspauschale die erste Position und das Verpacken abdeckt, und eine Folgeposition für jede weitere Artikelzeile. Zusammen mit dem Verpacken bilden sie den Block Pick & Pack.
Wie Pick-Kosten abgerechnet werden
Die Abrechnungseinheit entscheidet über den Preis mehr als der Satz selbst. Drei Varianten sind verbreitet:
- Je Position: Jede Artikelzeile der Bestellung zählt einmal, egal wie viele Stück sie enthält. Günstig für Shops, deren Kunden mehrfach dasselbe Produkt kaufen.
- Je Stück: Jede physische Einheit zählt. Oft mit gestaffeltem Satz, etwa 0,30 € für das erste und 0,15 € für jedes weitere Stück derselben Position.
- Je Auftrag inklusive: Die Pauschale enthält bis zu drei oder fünf Positionen, darüber wird je Position nachberechnet. Praktisch für Sortimentsshops mit stabiler Warenkorbgröße.
Ein Bundle wird je nach Anbieter als eine Position (wenn vorkonfektioniert) oder als mehrere Positionen (wenn erst beim Packen zusammengestellt) berechnet. Bei Sets mit vier Bestandteilen macht das bis zu 1,20 € je Auftrag Unterschied.
| Auftrag | Je Position (1,50 € + 0,30 €) | Je Stück (1,50 € + 0,30 € / 0,15 €) |
|---|---|---|
| 1 Position, 1 Stück | 1,50 € | 1,50 € |
| 1 Position, 3 Stück | 1,50 € | 1,80 € |
| 3 Positionen, je 1 Stück | 2,10 € | 2,40 € |
| 3 Positionen, 6 Stück | 2,10 € | 2,85 € |
Was die Höhe der Pick-Kosten bestimmt
Die Sätze spiegeln den Zeitaufwand je Zugriff wider. Ein Picker schafft in einem gut organisierten Lager typischerweise 60 bis 120 Positionen pro Stunde; jede Verlängerung der Wege oder jede zusätzliche Prüfung senkt diese Zahl und erhöht den Preis. Wichtige Einflussgrößen:
- Sortimentsgröße und -struktur: Viele langsam drehende SKUs verlängern die Wege. Anbieter, die mit ABC-Zonen arbeiten, halten Schnelldreher nah am Packplatz.
- Artikelmerkmale: Große, schwere oder zerbrechliche Artikel, Gefahrgut sowie MHD- und Chargenpflicht erhöhen den Aufwand je Pick.
- Erkennbarkeit: Artikel mit aufgedruckter EAN lassen sich in einem Scan bestätigen; unetikettierte Ware braucht Sichtprüfung oder Nachetikettierung.
- Pick-Strategie: Batch-Picking und Wegeoptimierung durch das WMS senken die Kosten je Position bei hohem Volumen deutlich.
- Volumen: Ab etwa 1.000 Aufträgen im Monat sind Staffelpreise üblich.
Wenn Ihre Kunden regelmäßig dieselben zwei oder drei Artikel zusammen bestellen, lassen Sie diese Kombination als vorkonfektioniertes Set einlagern (Konfektionierung). Aus drei Positionen wird eine, die Pick-Kosten je Auftrag sinken um 0,30 bis 0,80 €, und die Fehlerquote sinkt gleich mit.
Warum Pick-Kosten für Onlinehändler wichtig sind
Pick-Kosten sind der am stärksten variable Block der Auftragskosten: Sie wachsen nicht mit der Paketzahl, sondern mit der Zahl der Positionen. Ein Shop, dessen durchschnittliche Positionsanzahl von 1,5 auf 2,5 steigt, etwa durch Cross-Selling, zahlt je Paket 0,15 bis 0,40 € mehr. Das ist kein Grund, auf Cross-Selling zu verzichten, muss aber in der Kalkulation der Kosten pro Paket berücksichtigt werden.
Zugleich ist der Pick der Prozessschritt, in dem Fehler entstehen: Ein falsch gegriffener Artikel kostet Rückporto, Neuversand und eine unzufriedene Kundin, zusammen ein Vielfaches des Pick-Preises. Ein Anbieter mit durchgängigem Pick-by-Scan und einer Pick-Genauigkeit über 99,9 % darf deshalb einige Cent mehr je Position kosten. Den Gesamtzusammenhang aller Bausteine erklärt der Ratgeber Fulfillment-Kosten verstehen.
So macht es LogYou
Bei LogYou wird jede Position per Scan gegen die Bestellung geprüft, bevor sie in den Karton geht; so erreicht das Team eine Pick-Genauigkeit von 99,92 %. Erst-Pick und Folgepositionen sind auf der Preisseite als eigene Bausteine ausgewiesen, den Ablauf von Kommissionierung bis Versand beschreibt die Seite E-Commerce Fulfillment.
Häufige Fragen zu Pick-Kosten
Was ist der Unterschied zwischen Pick je Position und Pick je Stück?
Wie hoch sind Pick-Kosten in Deutschland 2026?
Wie kann ich Pick-Kosten senken?
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