Fulfillment-Kosten: Alle Preisbausteine, Marktpreise 2026 und was ein Paket wirklich kostet

Fulfillment-Kosten bestehen aus fünf Bausteinen: Wareneingang, Lagerung, Pick & Pack, Versand und Retouren. Marktpreise 2026 und wie Sie Angebote vergleichbar machen.

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Fulfillment-Kosten — kurz erklärt

Fulfillment-Kosten sind alle Gebühren, die ein Fulfillment-Dienstleister für Lagerung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Retouren berechnet. In Deutschland liegen die Mischkosten 2026 typischerweise bei 2,80 bis 5,50 € pro Paket ohne Porto; das Porto kommt mit 3,99 bis 6,50 € je Paket dazu.

Was sind Fulfillment-Kosten?

Fulfillment-Kosten sind die Summe aller Gebühren, die ein Fulfillment-Dienstleister dafür berechnet, dass er Ihre Ware annimmt, lagert, kommissioniert, verpackt, versendet und Retouren bearbeitet. Sie ersetzen bei ausgelagerter Logistik die Kosten, die Sie sonst selbst tragen: Lagermiete, Personal, Verpackungsmaterial, Versandverträge und die Software zur Steuerung.

Der Begriff wird oft mit den reinen Versandkosten verwechselt. Das Porto ist aber nur einer von fünf Bausteinen, und häufig nicht einmal der größte. Wer Angebote vergleicht, muss deshalb die gesamte Preisliste lesen, nicht nur die Paketpreise.

Die fünf Kostenblöcke im Fulfillment

Fast jede Preisliste in Deutschland lässt sich auf dieselben fünf Blöcke zurückführen. Die Bezeichnungen variieren, die Logik nicht:

KostenblockAbgerechnet jeMarktpreis Deutschland 2026Preistreiber
WareneingangPalette, Karton oder Stück4–15 € je PaletteVorab-Avisierung, Etikettierung, Zählaufwand
Lagergebührenbelegter Platz und Monat8–25 € je PalettenstellplatzAnzahl SKUs, Umschlag, Klima-Anforderungen
Pick & PackAuftrag und Position0,90–2,20 € Erst-Pick, 0,15–0,40 € je FolgepositionPositionen je Auftrag, Bundles, Sonderverpackung
VersandPaket3,99–6,50 € netto national (DHL), zzgl. VerpackungsmaterialGewicht, Zielland, Peakzuschläge
RetourenStück1,50–3,80 € inkl. QualitätskontrolleRetourenquote, Prüftiefe, Aufbereitung

Dazu kommen je nach Anbieter Grundgebühren (monatliche Pauschale für Software, Kundenportal und Betreuung), eine Setup-Gebühr beim Start und Zuschläge für Sonderleistungen wie Konfektionierung, Beileger oder Gefahrgut. Wie die Bausteine einer einzelnen Sendung zusammengerechnet werden, erklärt der Artikel Kosten pro Paket.

Wie Fulfillment-Preise in der Praxis zustande kommen

Die Preisliste eines Dienstleisters ist eine Umlage seiner eigenen Kosten: Miete und Energie werden über die Lagergebühren verteilt, Personalkosten über Pick-Kosten und Handling-Kosten, Software und Betreuung über Grundgebühren. Deshalb reagieren die Preise auf drei Größen aus Ihrem Geschäft:

  1. Bestellstruktur: Wie viele Positionen hat ein durchschnittlicher Auftrag? Ein Single-Item-Shop zahlt fast nur Erst-Picks, ein Sortimentsshop mit vier Positionen je Auftrag zahlt deutlich mehr je Paket.
  2. Sortimentsbreite: Viele SKUs mit wenig Umsatz belegen Lagerplätze, verlängern Pick-Wege und verteuern Inventuren. Das Verhältnis von SKU-Anzahl zu Bestellvolumen ist der wichtigste Hebel bei den Lagerkosten.
  3. Volumen: Ab einigen hundert Paketen im Monat sinken die Stückkosten spürbar, weil Fixanteile wie Grundgebühr und Mindestbelegung auf mehr Sendungen verteilt werden. Bei 500 Paketen im Monat liegt der Fixanteil oft noch bei 15 bis 25 % der Kosten je Paket, bei 2.000 Paketen nur noch im einstelligen Prozentbereich.
Tipp aus der Praxis

Schicken Sie jedem Anbieter dieselbe Datengrundlage: Pakete pro Monat, durchschnittliche Positionen je Auftrag, Anzahl SKUs, belegte Paletten, Retourenquote und Gewichtsklassen. Lassen Sie sich auf dieser Basis eine Beispielrechnung je Paket geben. Erst dann sind Preislisten mit unterschiedlichen Schnitten vergleichbar.

Warum Fulfillment-Kosten für Onlinehändler entscheidend sind

Bei einem durchschnittlichen Warenkorb von 45 bis 70 € machen Logistikkosten inklusive Porto schnell 12 bis 20 % des Umsatzes aus. Sie sind damit nach dem Wareneinsatz und dem Marketing meist der drittgrößte Kostenblock im E-Commerce. Ein Unterschied von 0,80 € je Paket klingt klein, entspricht bei 2.000 Paketen im Monat aber 19.200 € im Jahr.

Genauso wichtig wie die Höhe ist die Struktur der Kosten: Variable Kosten je Paket wachsen mit dem Umsatz mit und lassen sich in die Marge einpreisen. Fixe Bestandteile wie Mindestumsätze, eine Mindestlaufzeit oder hohe Grundgebühren binden Sie unabhängig davon, ob der Shop läuft. Für wachsende Marken ist ein Anbieter mit niedrigen Fixkosten und fairen Stückpreisen fast immer die bessere Wahl als der Anbieter mit dem günstigsten Erst-Pick.

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Versteckte Kosten in Preislisten

Achten Sie auf Positionen, die in der Beispielrechnung fehlen: Verpackungsmaterial je Karton, Mindestabnahmen bei der Lagerung, Zuschläge für Aufträge mit mehr als fünf Positionen, Peakzuschläge im Q4, Gebühren für Inventur oder Auslagerung bei Vertragsende. Eine Preisliste ohne diese Angaben ist unvollständig.

Fulfillment-Kosten senken: die wirksamsten Hebel

  • Sortiment bereinigen: SKUs ohne Umsatz auslisten oder abverkaufen, statt sie monatlich zu lagern.
  • Bestand planen: Nur so viel einlagern, wie in sechs bis acht Wochen abverkauft wird; hoher Lagerumschlag senkt die Lagergebühren je Paket.
  • Verpackung standardisieren: Drei bis vier Kartongrößen statt zwölf; passende Kartons sparen Material und Volumengewicht.
  • Wareneingang vorbereiten: Avisierte, sortenreine und etikettierte Paletten kosten weniger als gemischte Kartons ohne Lieferschein.
  • Retouren reduzieren: Jede vermiedene Retoure spart Rückporto, Prüfung und Wiedereinlagerung.

Eine Gesamtübersicht mit Rechenbeispielen finden Sie im Ratgeber Fulfillment-Kosten verstehen und ausführlich im Blog-Artikel Fulfillment-Kosten in Deutschland.

So macht es LogYou

LogYou arbeitet mit transparenten Preisbausteinen statt verschachtelter Preislisten: Pakete ab 99 € im Monat (Start), Wachstum ab 199,99 € und Premium ab 299,99 €, jeweils ohne Mindestlaufzeit. Wirtschaftlich wird das Modell ab etwa 10 Paketen pro Tag. Alle Bausteine sind auf der Preisseite aufgeführt; den Leistungsumfang beschreibt die Seite E-Commerce Fulfillment.

Häufige Fragen zu Fulfillment-Kosten

Was kostet Fulfillment pro Paket in Deutschland?
Ohne Porto liegen die Mischkosten für Lagerung, Pick & Pack, Verpackung und Retourenanteil 2026 typischerweise zwischen 2,80 und 5,50 € pro Paket. Dazu kommt das Porto, national bei DHL etwa 3,99 bis 6,50 € netto. Ein Standardpaket kostet damit in Summe meist 7 bis 12 €.
Welche Kostenbausteine gehören zu den Fulfillment-Kosten?
Fünf Blöcke: Wareneingang (je Palette oder Karton), Lagerung (je belegtem Platz und Monat), Auftragsbearbeitung mit Pick & Pack (je Auftrag und Position), Versand (Porto plus Verpackungsmaterial) und Retouren (je Stück inklusive Prüfung). Dazu kommen bei manchen Anbietern Grundgebühren, Setup-Gebühren oder Zuschläge.
Ab wann lohnt sich ein Fulfillment-Dienstleister?
Als Faustregel ab 10 bis 20 Paketen pro Tag. Darunter sind die Fixanteile wie Grundgebühr und Lagerung je Paket zu hoch, darüber schlagen Einkaufsvorteile beim Porto, Skaleneffekte im Lager und die eingesparte eigene Arbeitszeit durch.
Warum unterscheiden sich Fulfillment-Angebote so stark?
Weil die Anbieter unterschiedlich schneiden: Der eine rechnet eine Auftragspauschale inklusive Verpackung, der andere Pick-Kosten je Position plus Kartons extra. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Sie alle Positionen auf Ihre reale Bestellstruktur umlegen und als Kosten pro Paket ausdrücken.

Fragen zu Fulfillment-Kosten in Ihrem Shop?

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