Auftragspauschale: Die Grundgebühr pro Bestellung im Fulfillment erklärt

Die Auftragspauschale ist der Festpreis je Bestellung im Fulfillment. Was sie enthält, wie sie sich von Pick-Kosten unterscheidet und welche Marktpreise 2026 üblich sind.

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Auftragspauschale — kurz erklärt

Die Auftragspauschale ist ein fester Betrag, den ein Fulfillment-Dienstleister für jede bearbeitete Bestellung berechnet, unabhängig von der Anzahl der Positionen. Sie deckt meist Auftragsanlage, ersten Pick, Standardverpackung und Versandlabel ab und liegt in Deutschland 2026 typischerweise bei 0,90 bis 2,20 €.

Was ist eine Auftragspauschale?

Die Auftragspauschale ist der Festpreis, den ein Fulfillment-Dienstleister für jede einzelne Bestellung berechnet, die er für Sie bearbeitet. Sie ist die Grundeinheit der Auftragsabwicklung: Wird eine Bestellung aus dem Shop übernommen, im WMS angelegt, gepickt, verpackt und mit Label versehen, entsteht genau eine Auftragspauschale, unabhängig davon, ob der Kunde ein Produkt oder fünf bestellt hat.

Abzugrenzen ist die Pauschale von den Pick-Kosten, die je Position oder Stück anfallen, und von den Handling-Kosten, die andere Prozessschritte wie Wareneingang oder Retouren abdecken. In vielen Preislisten heißt die Auftragspauschale schlicht „Erst-Pick“ oder „Grundgebühr je Auftrag“ und wird mit der ersten gepickten Position zusammengefasst.

Was die Auftragspauschale in der Praxis abdeckt

Der Umfang unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter, deshalb ist die Frage „Was ist drin?“ wichtiger als die Frage nach dem Betrag. Typischerweise enthalten sind:

  • Auftragsanlage: Import der Bestellung über die Schnittstelle, Adressprüfung, Zuordnung zum Lagerbestand.
  • Erst-Pick: Kommissionierung der ersten Position inklusive Scan-Kontrolle.
  • Verpacken: Einlegen in einen Standardkarton oder eine Versandtasche, Verschließen, Gewichtskontrolle.
  • Versandlabel: Erstellung des Versandlabels und Übergabe an den Carrier.
  • Rückmeldung: Sendungsnummer und Versandstatus zurück an Shop und Kunden.

Nicht oder nur teilweise enthalten sind meist das Verpackungsmaterial (Karton, Füllmaterial, Klebeband), Folgepositionen, Beileger, Geschenkverpackung, Bundle-Bildung und Sonderformate wie Sperrgut. Diese Posten machen bei Sortimentsshops schnell die Hälfte der Auftragskosten aus.

Typische Preise und Preismodelle 2026

In Deutschland liegt die Auftragspauschale inklusive Erst-Pick typischerweise bei 0,90 bis 2,20 €. Die Spanne erklärt sich durch drei Modelle:

ModellAuftragspauschaleFolgepositionPasst zu
Schlanke Pauschaleab ca. 0,90 €0,25–0,40 €Single-Item-Shops mit hohem Volumen
Inklusiv-Pauschale1,50–2,20 € (inkl. Karton, Label)0,15–0,30 €Marken mit 2–4 Positionen je Auftrag
Staffelmodellsinkt mit dem Monatsvolumensinkt mit dem Volumenwachsende Shops ab ca. 1.000 Paketen/Monat

Ein Rechenbeispiel: Bei durchschnittlich 1,8 Positionen je Bestellung kostet ein Auftrag im Inklusiv-Modell 1,80 € + 0,8 × 0,25 € = 2,00 €. Im schlanken Modell sind es 0,90 € + 0,8 × 0,35 € + 0,45 € Karton = 1,63 €. Sobald Aufträge im Schnitt drei oder mehr Positionen haben, kippt das Verhältnis zugunsten des Inklusiv-Modells.

Tipp aus der Praxis

Ziehen Sie aus Ihrem Shop die durchschnittliche Positionsanzahl je Bestellung der letzten zwölf Monate und rechnen Sie jede Preisliste mit genau dieser Zahl durch. Anbieter mit niedriger Pauschale und teurer Folgeposition wirken auf dem Papier günstig, sind es bei Sortimentsshops aber selten.

Warum die Auftragspauschale für Onlinehändler wichtig ist

Die Pauschale ist der einzige Kostenblock, der bei jeder Bestellung sicher anfällt. Sie bestimmt daher die Untergrenze der Kosten je Paket und ist bei Shops mit wenigen Positionen je Auftrag der größte Einzelposten der Fulfillment-Kosten nach dem Porto. Bei 2.000 Bestellungen im Monat bedeutet ein Unterschied von 0,30 € in der Pauschale 7.200 € im Jahr.

Zugleich ist sie ein Signal für die Prozessqualität: Eine Pauschale, die Scan-Kontrolle, Gewichtsprüfung und Statusrückmeldung enthält, kauft Ihnen Pick-Genauigkeit und weniger Kundenanfragen ein. Wie sich die Pauschale mit Lagerung, Versand und Retouren zu den Gesamtkosten je Sendung addiert, zeigt der Artikel Kosten pro Paket; den Gesamtüberblick gibt der Ratgeber Fulfillment-Kosten verstehen.

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Häufiger Fehler

Die Pauschale mit dem Porto verwechseln. Manche Angebote nennen einen „Preis pro Paket“, der nur die Auftragsbearbeitung meint, andere einen, der das Porto enthält. Fragen Sie immer explizit, ob der genannte Betrag das Porto einschließt.

So macht es LogYou

LogYou rechnet die Auftragsabwicklung als klar benannten Preisbaustein ab und weist Folgepositionen, Verpackungsmaterial und Sonderleistungen getrennt aus, sodass Sie jede Bestellung nachrechnen können. Die aktuellen Bausteine stehen auf der Preisseite, den Ablauf von Pick, Pack und Versand beschreibt die Seite E-Commerce Fulfillment.

Häufige Fragen zu Auftragspauschale

Was ist in der Auftragspauschale enthalten?
Üblicherweise die Anlage des Auftrags im WMS, der Pick der ersten Position, das Verpacken in einen Standardkarton, der Druck des Versandlabels und die Übergabe an den Carrier. Verpackungsmaterial, weitere Positionen, Beileger und Sonderverpackung werden je nach Anbieter zusätzlich berechnet.
Was ist der Unterschied zwischen Auftragspauschale und Pick-Kosten?
Die Auftragspauschale fällt einmal je Bestellung an, egal wie viele Artikel darin sind. Pick-Kosten fallen je Position oder je Stück an. Viele Anbieter kombinieren beides: eine Pauschale inklusive Erst-Pick plus einen kleineren Betrag für jede Folgeposition.
Wie hoch ist eine faire Auftragspauschale?
In Deutschland liegt sie 2026 meist zwischen 0,90 und 2,20 € je Auftrag, abhängig von Volumen, Produktgröße und Leistungsumfang. Entscheidend ist weniger die Höhe als der Inhalt: Eine Pauschale von 1,80 € inklusive Karton und Label kann günstiger sein als 1,20 € plus separat berechnetes Material.

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