Kosten pro Paket im Fulfillment: Mischkosten berechnen mit Rechenbeispiel für 500 und 2.000 Pakete

Kosten pro Paket sind die wichtigste Vergleichszahl im Fulfillment. Mischkosten aus Lagerung, Pick & Pack und Retouren berechnen, mit Beispiel für 500 und 2.000 Pakete.

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Kosten pro Paket — kurz erklärt

Die Kosten pro Paket sind die Mischkosten aller Fulfillment-Gebühren eines Monats, geteilt durch die versendeten Pakete. In Deutschland liegen sie 2026 typischerweise bei 2,80 bis 5,50 € je Paket ohne Porto; mit nationalem DHL-Porto von 3,99 bis 6,50 € ergeben sich meist 7 bis 12 € je Sendung.

Was sind die Kosten pro Paket?

Die Kosten pro Paket, oft auch Mischkosten je Sendung genannt, sind die Summe aller Fulfillment-Kosten eines Abrechnungsmonats, geteilt durch die Zahl der in diesem Monat versendeten Pakete. Die Kennzahl übersetzt eine Preisliste mit zwanzig Positionen in eine einzige Zahl, die Sie mit Ihrer Marge, mit dem eigenen Lager und mit anderen Anbietern vergleichen können.

Wichtig ist die Abgrenzung zum Porto: Das Porto ist eine eigene, vom Carrier bestimmte Größe und wird in Angeboten teils enthalten, teils separat genannt. Sauber verglichen wird deshalb immer in zwei Zahlen: Mischkosten exklusive Porto und Porto je Paket. Die reinen Versandkosten haben einen eigenen Artikel.

Wie sich die Kosten pro Paket zusammensetzen

Jeder Baustein der Preisliste fließt anteilig in die Kennzahl ein. Die Blöcke und ihre typische Gewichtung bei einem Sortimentsshop mit 1,8 Positionen je Auftrag:

  • Auftragsbearbeitung (Auftragspauschale mit Erst-Pick plus Folgepositionen): meist 45 bis 60 % der Mischkosten.
  • Verpackungsmaterial: Karton, Füllmaterial, Klebeband; 10 bis 15 %.
  • Lagergebühren: anteilig je Paket; 10 bis 20 %, bei kleinem Volumen deutlich mehr.
  • Wareneingang: Anlieferungen des Monats umgelegt; 3 bis 6 %.
  • Retouren: Bearbeitungsgebühr mal Retourenquote; 3 bis 8 %, in der Mode deutlich mehr.
  • Grundgebühr: Software, Kundenportal, Betreuung; 2 bis 6 %, sinkt mit dem Volumen.

Rechenbeispiel: 500 und 2.000 Pakete im Monat

Die folgende Beispielrechnung nutzt marktübliche Sätze für Deutschland 2026 und denselben Shop in zwei Wachstumsstufen: 1,8 Positionen je Auftrag, 8 % Retourenquote, 15 € je Palettenstellplatz, 10 € Wareneingang je Palette. Bei 2.000 Paketen greifen Staffelpreise auf den Erst-Pick und das Verpackungsmaterial.

Kostenblock500 Pakete/Monat2.000 Pakete/Monat
Erst-Pick inkl. Auftragspauschale1,80 €1,50 €
Folgepositionen (0,8 × 0,30 €)0,24 €0,24 €
Verpackungsmaterial0,45 €0,40 €
Lagergebühren (20 bzw. 50 Paletten)300 € → 0,60 €750 € → 0,38 €
Wareneingang (10 bzw. 30 Paletten)100 € → 0,20 €300 € → 0,15 €
Retouren (8 % × 2,50 €)0,20 €0,20 €
Grundgebühr (100 €/Monat)0,20 €0,05 €
Mischkosten exkl. Porto3,69 €2,92 €
Porto national (DHL, netto)3,99–6,50 €3,99–6,50 €
Gesamt je Paketca. 7,70–10,20 €ca. 6,90–9,40 €

Beide Werte liegen in der marktüblichen Spanne von 2,80 bis 5,50 € exklusive Porto. Der Rückgang um rund 0,77 € je Paket kommt aus drei Quellen: Der Lagerbestand wächst langsamer als das Volumen (höherer Lagerumschlag), die Grundgebühr verteilt sich auf viermal so viele Sendungen, und der Erst-Pick fällt in eine günstigere Staffel. Auf das Jahr gerechnet sind das bei 2.000 Paketen im Monat rund 18.500 € Unterschied gegenüber den Stückkosten der kleineren Stufe.

Tipp aus der Praxis

Rechnen Sie das Beispiel mit Ihren eigenen Zahlen nach: Positionen je Auftrag aus dem Shop-Export, Palettenzahl aus der letzten Inventur, Retourenquote aus den letzten zwölf Monaten. Schicken Sie genau diese Tabelle als Vorlage an jeden Anbieter und lassen Sie sie ausfüllen. Das ist der schnellste Weg zu vergleichbaren Angeboten.

Warum die Kosten pro Paket für Onlinehändler wichtig sind

Die Kennzahl ist der direkte Anschluss an Ihre Kalkulation. Bei einem Warenkorb von 60 € und 3,69 € Mischkosten plus 4,50 € Porto entfallen 13,7 % des Umsatzes auf Logistik; bei 2,92 € plus 4,50 € sind es 12,4 %. Dieser Unterschied entscheidet, ob Versandkostenfreiheit ab 50 € tragbar ist oder nicht.

Zugleich zeigt die Kennzahl, ob Outsourcing sich lohnt: Liegen Ihre eigenen Kosten für Lagermiete, Personal, Material und Software je Paket über den Mischkosten eines Dienstleisters, und das ist ab 10 bis 20 Paketen pro Tag meist der Fall, ist der Wechsel wirtschaftlich. Den Vergleich zwischen Eigenlogistik und Dienstleister führt der Ratgeber Wann lohnt sich Fulfillment-Outsourcing?; die Einordnung aller Bausteine gibt Fulfillment-Kosten verstehen, und ausführliche Marktzahlen liefert der Blog-Artikel Fulfillment-Kosten in Deutschland.

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Häufiger Fehler

Kosten pro Paket aus einem einzelnen Monat ablesen. Ein Monat mit großer Anlieferung oder das Weihnachtsgeschäft mit Peakzuschlägen verzerrt die Zahl deutlich. Rechnen Sie mit dem Durchschnitt aus mindestens drei, besser sechs Monaten.

So macht es LogYou

LogYou stellt seine Preisbausteine so dar, dass sich die Kosten pro Paket für Ihr Volumen nachrechnen lassen: Pakete ab 99 € im Monat (Start), Wachstum ab 199,99 €, Premium ab 299,99 €, ohne Mindestlaufzeit und wirtschaftlich ab etwa 10 Paketen pro Tag. Die Bausteine stehen auf der Preisseite; die Versandkonditionen mit DHL, GLS, UPS und DPD beschreibt die Seite Versand & Same-Day.

Häufige Fragen zu Kosten pro Paket

Was kostet ein Paket im Fulfillment in Deutschland?
Ohne Porto liegen die Mischkosten für Lagerung, Pick & Pack, Verpackung und Retourenanteil 2026 typischerweise zwischen 2,80 und 5,50 € je Paket. Das nationale Porto kommt mit etwa 3,99 bis 6,50 € netto dazu. Ein Standardpaket kostet damit in Summe meist 7 bis 12 €.
Wie berechne ich die Kosten pro Paket?
Addieren Sie alle Fulfillment-Rechnungspositionen eines Monats ohne Porto: Grundgebühr, Lagergebühren, Wareneingang, Auftragspauschalen, Folgepositionen, Verpackungsmaterial, Retourenbearbeitung und Zuschläge. Teilen Sie die Summe durch die im selben Monat versendeten Pakete. Das Porto rechnen Sie separat, weil es vom Carrier abhängt.
Warum sinken die Kosten pro Paket mit dem Volumen?
Weil Fixanteile wie Grundgebühr, Mindestbelegung und Wareneingang auf mehr Sendungen verteilt werden und weil ab einigen hundert Paketen im Monat Staffelpreise auf Pick und Porto üblich sind. Zwischen 500 und 2.000 Paketen im Monat sinken die Mischkosten typischerweise um 15 bis 25 %.

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