Lagergebühren: Wie Fulfillment-Anbieter Lagerung berechnen und was sie 2026 kostet

Lagergebühren sind die monatlichen Kosten für belegte Lagerplätze im Fulfillment. Abrechnung je Palette oder Fach, Marktpreise 2026 und wie Sie Lagerkosten senken.

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Lagergebühren — kurz erklärt

Lagergebühren sind die Kosten, die ein Fulfillment-Dienstleister für die Aufbewahrung Ihrer Ware berechnet, meist je belegtem Palettenstellplatz oder Regalfach und Monat. In Deutschland kostet ein Palettenstellplatz 2026 typischerweise 8 bis 25 € im Monat, Klima- oder Sicherheitslager entsprechend mehr.

Was sind Lagergebühren?

Lagergebühren sind der Teil der Fulfillment-Kosten, den Sie für die reine Aufbewahrung Ihrer Ware im Lager des Dienstleisters zahlen. Sie decken Miete, Regaltechnik, Energie, Versicherung und Bestandsführung ab und fallen unabhängig davon an, ob Bestellungen eingehen. Damit sind sie neben Grundgebühren der einzige Fixkostenanteil im Fulfillment.

Abzugrenzen sind Lagergebühren von den Handling-Kosten für den Wareneingang und die Einlagerung, die einmalig je Lieferung anfallen, sowie von den Pick-Kosten, die je Auftrag berechnet werden. Was Sie einlagern, bestimmt die Lagergebühr; wie oft es bewegt wird, bestimmt die anderen beiden Blöcke.

Wie Lagergebühren in der Praxis abgerechnet werden

Grundlage ist fast immer der belegte Lagerplatz. Da ein Lager verschiedene Platztypen hat, gibt es mehrere Sätze:

PlatztypGeeignet fürMarktpreis Deutschland 2026
Palettenstellplatz (Euro-Palette, bis ca. 1,80 m Höhe)Reserve- und Nachschubbestand, große Artikel8–25 € je Monat
Regalfach / KleinteilebehälterKommissionierbestand, Artikel bis Schuhkartongrößewenige Euro je Monat
Sperrgut- und BodenplatzMöbel, Sportgeräte, Überlängennach Fläche, deutlich über Palettensatz
Klima-LagerKosmetik, Lebensmittel, NahrungsergänzungAufschlag von typischerweise 30–100 %

Neben dem Satz ist der Abrechnungsrhythmus entscheidend. Drei Varianten sind verbreitet:

  • Monatsgenau nach Stichtag: Gezählt wird die Belegung am Monatsersten oder -letzten. Einfach, aber ungenau bei schwankenden Beständen.
  • Tagesgenau nach Belegung: Jeder Platz wird für die Tage berechnet, an denen er tatsächlich belegt ist. Fair, setzt ein WMS mit lückenloser Platzhistorie voraus.
  • Pauschal je Kubikmeter oder Stück: Verbreitet bei Anbietern mit sehr kleinteiligem Sortiment; erfordert gepflegte Artikelmaße.

Ein Rechenbeispiel: 30 Paletten Reserve zu 15 € und 400 Regalfächer zu 2 € ergeben 1.250 € Lagergebühr im Monat. Bei 2.000 Paketen im Monat sind das rund 0,63 € je Paket, bei 800 Paketen bereits 1,56 €.

Was Lagergebühren nach oben treibt

  1. Zu viele langsam drehende SKUs: Jede SKU braucht mindestens ein eigenes Fach, auch wenn sie sich zweimal im Jahr verkauft.
  2. Zu hohe Bestände: Wer für sechs Monate einlagert, zahlt sechs Monate Lagergebühr. Ein hoher Lagerumschlag ist der wirksamste Hebel.
  3. Unvorteilhafte Verpackung: Sperrige Umkartons oder halb gefüllte Paletten belegen Volumen, das nicht verkauft wird.
  4. Mindestbelegungen: Manche Verträge sehen eine Mindestanzahl Plätze vor, unabhängig vom tatsächlichen Bestand.
  5. Peak-Aufschläge: Im vierten Quartal erheben manche Anbieter Zuschläge auf Lagerplätze, weil die Fläche knapp wird.
Tipp aus der Praxis

Lassen Sie sich vom Anbieter die Belegung je SKU monatlich ausgeben und prüfen Sie, welche Artikel mehr Lagergebühr verursachen als Rohertrag. Diese Artikel gehören abverkauft, ausgelistet oder als Bundle-Bestandteil verwertet. In den meisten Sortimenten betrifft das 10 bis 20 % der SKUs.

Warum Lagergebühren für Onlinehändler wichtig sind

Lagergebühren sind der Kostenblock, den Sie am direktesten selbst steuern: Nicht der Dienstleister entscheidet über die Bestandshöhe, sondern Ihre Bestandsplanung. Ein Shop, der von acht auf sechs Wochen Reichweite kommt, senkt seine Lagergebühren um ein Viertel, ohne dass sich am Vertrag etwas ändert.

Gleichzeitig sind sie ein Grund, warum Fulfillment bei kleinem Volumen teuer wirkt: Bei 300 Paketen im Monat verteilt sich dieselbe Lagerfläche auf wenige Sendungen, und die Lagergebühr je Paket kann höher liegen als die Pick-Kosten. Wie sich das im Gesamtbild auswirkt, zeigt der Artikel Kosten pro Paket; den Überblick über alle Bausteine gibt der Ratgeber Fulfillment-Kosten verstehen.

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Warnsignal in der Preisliste

Eine Lagerpauschale je Quadratmeter ohne Bezug zur tatsächlichen Belegung, Mindestbelegungen deutlich über Ihrem Bedarf oder Auslagerungsgebühren am Vertragsende: Alle drei koppeln die Lagergebühr von Ihrem Geschäft ab und sollten vor Vertragsschluss verhandelt werden.

So macht es LogYou

LogYou berechnet Lagerung nach tatsächlich belegten Plätzen und weist die Belegung je SKU live in der Plattform LogShip aus. Für sensible Produkte steht ein Klima-Lager zur Verfügung, MHD, Chargen und Seriennummern werden je Lagerplatz geführt. Die Sätze finden Sie auf der Preisseite, die Details zur Lagerung unter Lagerlogistik & Wareneingang.

Häufige Fragen zu Lagergebühren

Wie werden Lagergebühren im Fulfillment berechnet?
Meist je belegtem Lagerplatz und Monat: ein Satz je Palettenstellplatz, ein niedrigerer je Regalfach oder Kleinteilebehälter. Manche Anbieter rechnen je Kubikmeter oder je Stück, seltener pauschal je Quadratmeter. Fair ist eine tages- oder wochengenaue Abrechnung nach tatsächlicher Belegung.
Was kostet ein Palettenstellplatz pro Monat?
In Deutschland 2026 typischerweise 8 bis 25 € je Palette und Monat, abhängig von Region, Lagerqualität und Volumen. Regalfächer für Kleinteile kosten einen Bruchteil davon. Klima-, Kühl- oder Gefahrgutlager liegen deutlich über dem Standardsatz.
Zahle ich Lagergebühren auch für Retouren und reservierte Ware?
Ja, alles was physisch im Lager liegt, belegt Platz: verfügbarer Bestand, reservierte Ware für offene Aufträge und Retouren in der Prüfung. Manche Anbieter berechnen zusätzlich Mindestbelegungen oder eine Lagerpauschale, auch wenn weniger Plätze belegt sind.

Fragen zu Lagergebühren in Ihrem Shop?

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