Der Peakzuschlag ist ein befristeter Aufschlag, den Paketdienste in der Hochsaison – meist von Oktober oder November bis Anfang Januar – zusätzlich zum regulären Porto je Paket berechnen. Er gleicht die Mehrkosten für Personal, Fahrzeuge und Sortierkapazität aus und liegt typischerweise zwischen 0,20 und 1,00 € netto pro Sendung.
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Was ist ein Peakzuschlag?
Der Peakzuschlag (englisch Peak Season Surcharge) ist ein zeitlich begrenzter Aufschlag, den Carrier in der Hochsaison auf jedes Paket erheben. Der Begriff stammt aus dem US-Paketmarkt, wo die großen Express-Dienste ihn Mitte der 2010er-Jahre einführten; seit 2020 gehört er auch bei den deutschen Paketdiensten zum Standard. Der Zuschlag wird zusätzlich zum regulären Porto berechnet und erscheint als eigene Position auf der Versandrechnung.
Abzugrenzen ist er von dauerhaften Zuschlägen wie dem Inselzuschlag, dem Sperrgut-Aufschlag oder dem Treibstoff- und Mautzuschlag: Diese gelten ganzjährig und hängen von Ziel oder Sendung ab. Der Peakzuschlag hängt allein vom Versanddatum ab.
Wie der Peakzuschlag in der Praxis funktioniert
- Zeitraum: Die meisten Carrier starten den Zuschlag zwischen Anfang Oktober und Mitte November und beenden ihn in der ersten oder zweiten Januarwoche. Einige rechnen rund um Aktionstage wie den Black Friday mit einer höheren Stufe.
- Höhe: Je nach Carrier, Produkt und Vertrag typischerweise 0,20 bis 1,00 € netto je Paket; bei Express-Produkten und internationalen Sendungen auch mehr. Manche Anbieter staffeln nach Volumen und belasten Kunden stärker, deren Sendungsmenge im Q4 deutlich über dem Jahresdurchschnitt liegt.
- Abrechnung: Der Zuschlag wird pro Sendung berechnet, nicht pro Bestellung. Wer eine Bestellung auf zwei Pakete aufteilt, zahlt ihn zweimal.
- Im Fulfillment: Ein Fulfillment-Dienstleister bekommt den Zuschlag vom Carrier in Rechnung gestellt und reicht ihn in der Regel eins zu eins an den Händler weiter – idealerweise als eigene, transparent ausgewiesene Position.
Viele Händler kalkulieren ihre Versandkostenpauschale oder die Schwelle für versandkostenfreie Lieferung mit dem Januar-Porto. Im November fehlen dann 0,50 bis 1,00 € pro Paket – bei 3.000 Paketen im Monat sind das 1.500 bis 3.000 € Marge, die stillschweigend verschwinden.
Warum der Peakzuschlag für Onlinehändler wichtig ist
Das vierte Quartal ist für die meisten Shops das umsatzstärkste, aber nicht automatisch das margenstärkste: Rabattaktionen, höhere Werbekosten und der Peakzuschlag treffen zusammen. Wer die Versandkosten je Paket kennt, kann gegensteuern – etwa durch angepasste Versandkostenregeln im Shop ab einem Stichtag, durch die Wahl eines günstigeren Carriers für unkritische Sendungen im Multi-Carrier-Versand oder durch das Vermeiden von Teillieferungen.
Wichtig ist auch der Blick in den Vertrag: Bei manchen Carriern ist der Zuschlag verhandelbar oder in Volumenverträgen bereits eingepreist. Fragen Sie Ihren Dienstleister rechtzeitig vor September, welche Zuschläge für die kommende Saison angekündigt sind.
Zeitplan für die Peak-Saison
| Zeitpunkt | Was zu tun ist |
|---|---|
| August / September | Zuschlagsankündigungen der Carrier prüfen, Kosten pro Paket neu kalkulieren |
| Oktober | Shop-Versandregeln und Schwellen anpassen, Q4-Bestand einlagern |
| November – Dezember | Zuschlag auf Rechnungen kontrollieren, Paketaufteilung vermeiden |
| Januar | Enddatum prüfen, Versandkosten auf Normalniveau zurücksetzen |
Eine ausführliche Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft finden Sie im Ratgeber Peak-Saison & Q4.
So handhabt LogYou den Peakzuschlag
LogYou versendet im Multi-Carrier-Verfahren über DHL, GLS, UPS und DPD und gibt die von den Carriern angekündigten Peakzuschläge unverändert und als eigene Position weiter. Die für die Saison gültigen Zuschläge werden Kunden vorab mitgeteilt, damit Shop-Regeln rechtzeitig angepasst werden können – Details unter Versand & Same-Day.
Häufige Fragen zu Peakzuschlag
Wann gilt der Peakzuschlag?
Wie hoch ist der Peakzuschlag pro Paket?
Muss ich den Peakzuschlag an meine Kunden weitergeben?
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