Ein Beileger ist ein Zusatzstück, das beim Verpacken einer Bestellung ins Paket gelegt wird, ohne bestellt worden zu sein: Dankeskarte, Flyer, Gutschein, Produktprobe, Sticker oder Retourenschein. Im Fulfillment werden Beileger als eigene Artikel geführt und über Regeln im WMS pro Auftrag automatisch zugeordnet.
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Was ist ein Beileger?
Ein Beileger ist ein Objekt im Paket, das nicht Teil der Bestellung ist, sondern von Ihnen als Marke hinzugefügt wird. Der Begriff kommt aus dem Versandhandel, wo „Beilagen" in Katalogsendungen üblich waren; im E-Commerce hat er sich für alles eingebürgert, was der Packer beim Pack & Label zusätzlich einlegt. Abzugrenzen ist der Beileger von der Versandverpackung selbst (Karton, Seidenpapier) und von Pflichtdokumenten wie Lieferschein oder Rechnung – wobei das Retourenlabel in der Praxis oft als Beileger geführt wird.
Typische Beileger-Arten:
- Dankeskarte – häufig handschriftlich wirkend, mit Namen der Marke oder des Gründers
- Gutschein / Rabattcode für die nächste Bestellung, oft nur bei Erstkäufern
- Flyer oder Lookbook mit Cross-Selling-Angeboten
- Produktprobe (Sample) – Sachet, Miniatur, Teststreifen
- Sticker, Postkarte, Pflegehinweis als Teil des Unboxing-Erlebnisses
- Fremdbeileger – bezahlte Beilagen anderer Marken (Paketbeilagen als Werbeform)
Wie Beileger im Fulfillment gesteuert werden
Im Lager ist ein Beileger ein Artikel wie jeder andere: Er bekommt eine eigene SKU, einen Lagerplatz – meist direkt am Packplatz – und einen Bestand, der beim Wareneingang gezählt wird. Der Unterschied liegt in der Zuordnung: Beileger werden nicht bestellt, sondern über Beileger-Regeln im WMS automatisch dem Auftrag hinzugefügt.
| Regel-Typ | Beispiel | Wofür sinnvoll |
|---|---|---|
| Für alle Aufträge | Dankeskarte in jedes Paket | Markenauftritt, Basis-Unboxing |
| Nach Kundenstatus | 10-%-Gutschein nur bei Erstbestellung | Wiederkauf, ohne Bestandskunden zu rabattieren |
| Nach Produkt | Pflegehinweis nur bei Lederwaren | Support-Anfragen senken |
| Nach Land / Sprache | englischer Flyer nur für Nicht-DE-Adressen | EU-Versand |
| Nach Shop / Kanal | kein Flyer bei Marktplatz-Bestellungen | Marktplatz-Regeln (Amazon untersagt Fremdwerbung) |
| Nach Zeitraum / Kontingent | Probe nur im Oktober, max. 2.000 Stück | Kampagnen, Sample-Budgets |
| Nach Warenkorbwert | Geschenk ab 80 € Bestellwert | Warenkorb erhöhen |
Am Packplatz zeigt das System den zutreffenden Beileger an; in Scan-gestützten Prozessen wird er wie eine Position bestätigt, sodass der Bestand mitläuft und nachweisbar ist, wer welchen Beileger erhalten hat.
Führen Sie den Gutschein-Beileger mit Kontingent und Enddatum. Ohne Ablauf bleiben Rabattcodes über Monate in Umlauf, landen auf Gutscheinportalen und rabattieren Kunden, die ohnehin gekauft hätten. Eine Regel „nur Erstbesteller, Code 30 Tage gültig" ist die sicherere Variante.
Warum Beileger für Onlinehändler wichtig sind
Der Beileger ist der günstigste Kontaktpunkt, den eine Marke mit einem Kunden hat: Das Paket wird zu nahezu 100 % geöffnet, die Aufmerksamkeit ist hoch, und die Kosten liegen inklusive Druck und Handling typischerweise bei 0,10 bis 0,40 € je Paket. Eine Dankeskarte mit persönlichem Ton, ein Gutschein für die zweite Bestellung oder eine passende Probe wirken direkt auf Wiederkaufrate und Bewertungen – deutlich messbar, wenn der Gutscheincode je Beileger-Kampagne eindeutig ist.
Wichtig ist die Grenze zu Marktplätzen: Bei Bestellungen über Amazon oder andere Marktplätze sind Beileger, die auf den eigenen Shop verweisen, untersagt und können zur Kontosperrung führen. Die Beileger-Regel nach Kanal ist deshalb kein Komfort, sondern Pflicht.
Beileger ohne Bestandsführung. Werden Flyer „einfach an den Packplatz gestellt", weiß niemand, wann sie ausgehen – und die Neukunden-Kampagne endet unbemerkt zwei Wochen früher. Beileger gehören als SKU mit Meldebestand ins WMS.
So macht es LogYou
LogYou führt Beileger in der eigenen Plattform LogShip als Artikel mit Bestand und regelt die Zuordnung je Shop, Kundenstatus, Produkt, Land und Zeitraum; der Packer bestätigt den Beileger am Packplatz per Scan. Wer sehen möchte, wie der Beileger tatsächlich ins Paket kommt, bekommt mit VideoShip das Pack-Video zur Sendung – wie Marken das für Kunden und Creator nutzen, beschreibt der Beitrag VideoShip als Boxing-Experience. Weitere Optionen unter E-Commerce Fulfillment. In Kombination mit VideoShip sieht der Kunde den Beileger schon im Pack-Video – das Pre-Unboxing beginnt vor der Zustellung.
Häufige Fragen zu Beileger
Was ist ein Beileger im Fulfillment?
Was kostet ein Beileger beim Fulfillment-Dienstleister?
Wie wird gesteuert, welcher Beileger in welches Paket kommt?
Fragen zu Beileger in Ihrem Shop?
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