Retourenlabel: Rücksendeetikett erzeugen, beilegen oder digital bereitstellen

Was ein Retourenlabel ist, wie Onlinehändler Rücksendeetiketten erzeugen, was es kostet und wie der Barcode die Retourenbearbeitung im Fulfillment beschleunigt.

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Retourenlabel — kurz erklärt

Ein Retourenlabel ist das Versandetikett für die Rücksendung einer Bestellung an den Händler oder dessen Fulfillment-Lager. Es wird vorab beigelegt oder vom Kunden über ein Portal erzeugt und enthält einen Barcode, der die Retoure im Lager automatisch der ursprünglichen Bestellung zuordnet.

Was ist ein Retourenlabel?

Das Retourenlabel ist das Gegenstück zum Versandlabel: ein vom Carrier erzeugtes Etikett, mit dem der Kunde die Ware zurücksendet. Es enthält die Adresse des Retourenlagers, die Sendungsnummer des Carriers und – bei sauber aufgesetzten Prozessen – einen Barcode mit der Bestell- oder Retourennummer des Händlers.

Abzugrenzen ist der Retourenschein: ein Formular, auf dem der Kunde Artikel und Rücksendegrund ankreuzt. Er liegt dem Paket bei, ist aber kein Versandetikett. In modernen Prozessen ersetzt das Retourenportal beide Dokumente, weil es Grund und Label in einem Schritt erzeugt.

Wie Retourenlabels in der Praxis erzeugt werden

Es gibt drei gängige Wege, das Label zum Kunden zu bringen:

VerfahrenAblaufVorteilNachteil
BeilegerLabel wird beim Packen mit ins Paket gelegtmaximal bequem, kein Kundenkontakt nötigsenkt die Hemmschwelle zur Rücksendung, kein Retourengrund, keine Ankündigung
Portal / LinkKunde erzeugt Label nach Login oder per E-Mail-LinkRetourengrund wird erfasst, Lager wird avisiert, Regeln prüfbarein zusätzlicher Schritt für den Kunden
QR-Code (mobiles Label)Kunde zeigt QR-Code in der Filiale oder dem Paketshop, Label wird dort gedrucktkein Drucker nötignicht bei jedem Carrier für jedes Produkt verfügbar

Technisch entsteht das Label über die Schnittstelle des Carriers – bei DHL etwa als Retourenlabel über das Geschäftskundenportal, bei DPD, GLS und UPS über die jeweiligen Retourenprodukte, oder gebündelt über einen Multi-Carrier-Dienst wie Sendcloud. Abgerechnet wird das Rückporto erst, wenn der Carrier das Paket scannt; ungenutzte Beileger kosten also nichts außer dem Papier.

Tipp aus der Praxis

Lassen Sie die eigene Retourennummer als Barcode auf das Label drucken oder an den Retourenschein anhängen. Im Lager wird dann nur gescannt, und das WMS öffnet sofort die richtige Bestellung – statt Absender und Auftrag aus dem Paketinhalt zu rekonstruieren.

Warum das Retourenlabel für Onlinehändler wichtig ist

Das Label entscheidet über zwei Dinge: die Retourenquote und die Bearbeitungsgeschwindigkeit. Beigelegte Labels erhöhen den Komfort, treiben aber erfahrungsgemäß die Retourenquote um einige Prozentpunkte nach oben, weil das Zurückschicken keinerlei Aufwand mehr bedeutet. Portalbasierte Labels liefern dagegen vor Eintreffen der Ware den Retourengrund und eine Avisierung, sodass das Lager Kapazität planen kann.

Für die Bearbeitung ist die eindeutige Zuordnung entscheidend. Kommt ein Paket ohne Referenz an, dauert die manuelle Identifikation leicht 10 bis 15 Minuten – gegenüber unter einer Minute beim Scan. Bei 300 Retouren im Monat ist das der Unterschied zwischen einem und mehreren Personentagen. Wie sich das in den Gesamtprozess einfügt, beschreibt der Beitrag Retourenmanagement-Leitfaden.

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Häufiger Fehler

Die Retourenadresse zeigt noch auf das alte Lager oder die Geschäftsadresse statt auf den Fulfillment-Dienstleister. Nach einem Fulfillment-Wechsel müssen Label-Vorlagen, Portal und Widerrufsbelehrung gleichzeitig aktualisiert werden – sonst landen Rücksendungen wochenlang am falschen Ort.

Rechtliche Hinweise

Nach dem Widerrufsrecht muss der Händler kein kostenloses Rücksendelabel stellen; er muss aber in der Widerrufsbelehrung angeben, ob der Verbraucher die Rücksendekosten trägt. Fehlt dieser Hinweis, geht das Rückporto automatisch zulasten des Händlers. Ein beigelegtes oder online erzeugtes Label verändert die Widerrufsfrist nicht.

So handhabt LogYou Retourenlabels

Retourenlabels laufen bei LogYou über die angebundenen Carrier DHL, GLS, UPS und DPD sowie über Sendcloud, sodass Rücksendungen direkt am Standort Butzbach eintreffen. Jede eingehende Retoure wird über den Barcode in LogShip der Originalbestellung zugeordnet. Details unter Retourenmanagement.

Häufige Fragen zu Retourenlabel

Sollte ich das Retourenlabel dem Paket beilegen oder online bereitstellen?
Für Branchen mit hoher Retourenquote wie Fashion ist der Beileger bequem, erhöht aber nachweislich die Rücksendebereitschaft. Ein Portal, in dem der Kunde das Label selbst erzeugt, kostet ihn einen kleinen Schritt, liefert dafür den Retourengrund und eine Ankündigung ans Lager. Die meisten Händler fahren heute mit dem Portal besser.
Was kostet ein Retourenlabel?
Das Label selbst ist kostenlos; bezahlt wird das Rückporto, typischerweise 3,50 bis 6 € netto für ein nationales Paket bei Geschäftskundenkonditionen. Beigelegte Labels verursachen nur Kosten, wenn sie tatsächlich genutzt werden, da die Abrechnung beim Carrier erst beim Scan erfolgt.
Wer trägt die Kosten für das Retourenlabel?
Rechtlich darf der Händler die Rücksendekosten dem Verbraucher auferlegen, wenn er in der Widerrufsbelehrung darauf hinweist. Viele deutsche Shops übernehmen sie freiwillig als Kaufanreiz, oft mit Einschränkungen wie einem Mindestbestellwert.

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