Die EAN (European Article Number) ist der 13-stellige Strichcode auf Konsumprodukten; international heißt derselbe Code GTIN (Global Trade Item Number). Er wird über GS1 lizenziert, ist weltweit eindeutig und dient im Lager zum Scannen sowie auf Marktplätzen zur Produktidentifikation.
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Was sind EAN und GTIN?
Die EAN (European Article Number) ist der Strichcode, den jeder aus dem Supermarkt kennt: 13 Ziffern, davon ein Länderpräfix, die Unternehmensnummer des Herstellers, die Artikelnummer und eine Prüfziffer. Seit 2009 heißt das System international GTIN (Global Trade Item Number); die EAN-13 ist eine GTIN-13, die amerikanische UPC eine GTIN-12.
Vergeben werden die Nummern ausschließlich über die Organisation GS1. Ein Unternehmen lizenziert dort ein Nummernkontingent und vergibt daraus je Produktvariante eine GTIN. Genau wie die SKU gilt: jede Größe, jede Farbe, jede Packungseinheit braucht eine eigene Nummer.
EAN vs. SKU: Der wichtigste Unterschied
| EAN / GTIN | SKU | |
|---|---|---|
| Vergabe | GS1, lizenziert | Sie selbst, frei |
| Eindeutigkeit | weltweit | nur in Ihren Systemen |
| Aufgedruckt am Produkt | ja, als Barcode | meist nicht |
| Pflicht auf Marktplätzen | ja (Amazon, eBay, Kaufland, Otto) | nein |
| Ändert sich bei Fulfillment-Wechsel | nie | nie, wenn sauber geführt |
Ein Artikel hat typischerweise beides: die SKU als internen Schlüssel für Shop, ERP und WMS, die EAN als physisch scannbare, globale Kennung.
Warum die EAN im Fulfillment so wichtig ist
Beim Wareneingang scannt der Dienstleister jede Einheit. Ist die EAN auf dem Produkt aufgedruckt und im WMS der SKU zugeordnet, geht das ohne Nachetikettierung. Fehlt sie, muss jeder Artikel ein eigenes Label bekommen – ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der pro Stück abgerechnet wird.
Auch bei der Kommissionierung mit Pick-by-Scan ist die EAN die letzte Kontrolle: Der Picker scannt das Produkt, das WMS vergleicht den Code mit der Bestellung. Erst der erfolgreiche Scan schließt die Position ab. Das ist der Grund, warum Fulfillment-Anbieter mit durchgängiger Scan-Pflicht auf Pick-Genauigkeiten über 99,9 % kommen.
Lassen Sie die EAN direkt beim Hersteller auf die Verkaufsverpackung drucken. Ein nachträgliches Etikettieren im Lager kostet je nach Anbieter 0,10 bis 0,30 € pro Einheit – bei 10.000 Stück ist die GS1-Jahresgebühr damit mehrfach bezahlt.
EAN bei Amazon: GTIN, ASIN und FNSKU
Amazon verlangt beim Anlegen eines Produkts eine GTIN und prüft sie gegen die GS1-Datenbank. Aus dem Listing entsteht die Amazon-interne ASIN. Bei Amazon FBA kommt eine dritte Nummer dazu: die FNSKU, ein Amazon-eigener Barcode, der die Einheit im Amazon-Lager Ihrem Seller-Konto zuordnet. Wer FBA nutzt, muss seine Ware häufig mit FNSKU-Etiketten überkleben – ein Standard-Service im FBA Prep.
Im Netz werden „EAN-Pakete" für wenige Euro angeboten. Diese Nummern stammen aus alten, weiterverkauften GS1-Kontingenten und sind formal einem anderen Unternehmen zugeordnet. Amazon erkennt das und sperrt betroffene Listings zunehmend. Für Marken mit eigenem Produkt führt kein Weg an der eigenen GS1-Lizenz vorbei.
So handhabt LogYou EAN und SKU
Beim Onboarding übernimmt LogYou Ihren Artikelstamm mit SKU und EAN in LogShip. Am Wareneingang wird jede Einheit gescannt, fehlende oder unlesbare Codes werden gemeldet und auf Wunsch nachetikettiert. Für Amazon-Sendungen übernimmt LogYou das FNSKU-Labeling im Rahmen des Amazon Pre-FBA & FBA Prep-Service.
Häufige Fragen zu EAN / GTIN
Ist EAN dasselbe wie GTIN?
Woher bekomme ich EAN-Nummern?
Brauche ich eine EAN für Fulfillment?
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