Münchner Onlineshops brauchen für bundesweiten Versand kein Lager in oder um München. Ein Lager in der Mitte Deutschlands erreicht Bayern und alle anderen Regionen in 1–2 Werktagen, ohne Münchner Flächen- und Personalkosten. LogYou versendet aus Butzbach an der A5 mit Cut-Off 14 Uhr, zu öffentlichen Preisen ab 99 € im Monat.
Auf dieser Seite
- Warum „Fulfillment München“ meistens gar nicht in München stattfindet
- Wo Ihre Kunden wirklich sitzen
- Und das Münchner Umland?
- Münchner Marken: Anspruch an Verpackung und Präsentation
- Saisonware und Spitzen: Ski, Sommer, Wiesn, Weihnachten
- Österreich und die Schweiz von Butzbach aus
- Was Fulfillment für Münchner Händler kostet
- Rechenbeispiel: Saisongeschäft mit Paketwechsel
- Checkliste: Anbieter im Süden vergleichen
- So starten Sie
- Häufige Fragen
Warum „Fulfillment München“ meistens gar nicht in München stattfindet
Suchen Sie nach Fulfillment in München, finden Sie viele Anbieter mit einer eigenen Münchner Seite. Schaut man genauer hin, stehen die Lager oft in Thüringen, Franken, der Oberpfalz oder ganz woanders. Das ist kein Zufall. Im Großraum München sind Logistikflächen knapp, begehrt und entsprechend teuer, und auch Personal für Lagerarbeit ist hier schwerer zu finden als in anderen Regionen.
Wir machen daraus kein Geheimnis. Unser einziges Lager steht in Butzbach in Mittelhessen, direkt an der A5, rund 420 km nördlich von München. Für eine Münchner Marke, die in ganz Deutschland verkauft, ist das eine bewusste Entscheidung: Sie zahlen nicht für eine Lage, die Ihren Kunden in Hamburg, Berlin oder Köln nichts bringt.
Wo Ihre Kunden wirklich sitzen
Bayern ist ein starker Markt. Trotzdem lebt der größte Teil der Bevölkerung, und damit auch Ihrer Kundschaft, außerhalb Bayerns: in NRW, in Baden-Württemberg, in Niedersachsen, in Hessen, in Berlin. Ein Lager im Münchner Umland liefert schnell in die eigene Region und nach Österreich. In den Norden und Nordwesten ist ein Paket dagegen lange unterwegs.
Ein Lager in der Mitte gleicht das aus:
| Zielregion | Lager im Raum München | Lager in Butzbach (A5) |
|---|---|---|
| München, Oberbayern | sehr kurz | 1–2 Werktage |
| Baden-Württemberg, Franken | kurz | kurz |
| Hessen, NRW, Rheinland | mittel | sehr kurz |
| Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein | lang, häufig +1 Werktag | 1–2 Werktage |
| Österreich | kurz | typischerweise 2–4 Werktage (EU) |
Die Tabelle beschreibt Tendenzen, keine garantierten Laufzeiten. Das Prinzip dahinter erklärt die Seite Fulfillment aus der Mitte Deutschlands.
Dasselbe gilt für den Rückweg. Retouren aus ganz Deutschland kommen in ein zentral gelegenes Lager und sind dort schneller wieder verkaufsfähig als in einem Lager am Rand des Landes. Bei Mode und Sportartikeln mit hohen Retourenquoten macht das einen spürbaren Unterschied: Ein Artikel, der zwei Tage früher wieder im Bestand ist, kann in der Saison noch einmal verkauft werden. Wie wir Retouren prüfen und wieder einlagern, beschreibt die Seite Retourenmanagement.
Und das Münchner Umland?
Wer ein Lager in Bayern sucht, landet selten in der Stadt selbst, sondern im Umland: rund um den Flughafen in Erding und Hallbergmoos, im Raum Augsburg oder weiter draußen in Richtung Landshut und Regensburg. Das sind gute Standorte für Unternehmen, deren Kunden überwiegend in Süddeutschland und Österreich sitzen oder die viel Luftfracht nutzen.
Für einen Onlineshop mit bundesweiter Kundschaft ändert das Umland wenig an der Grundfrage: Der Standort liegt am südlichen Rand des Landes. Die Wege in den Norden bleiben lang. Ein zentrales Lager erreicht Bayern trotzdem in 1–2 Werktagen, erreicht aber auch alle anderen Regionen gleichmäßig.
Liefern Sie überwiegend nach Süddeutschland, Österreich und in die Schweiz, oder betreiben Sie eigene Filialen in Bayern, die Sie täglich per Lkw beliefern? Dann kann ein Lager im Süden die bessere Wahl sein. Wir sagen Ihnen das im Erstgespräch, auch wenn es bedeutet, dass wir nicht der passende Partner sind.
Münchner Marken: Anspruch an Verpackung und Präsentation
Aus München kommen viele Marken mit hohem Anspruch an Produkt und Auftritt: Outdoor- und Sportmarken, Beauty und Pflege, Mode und Accessoires, Feinkost und Geschenkartikel. Für solche Marken ist das Paket Teil des Produkts. Darauf ist unser Pack-Prozess ausgerichtet:
- Verpackung: Recycelte Kartonage, Papier-Klebeband und Füllmaterial aus Altpapier, keine Kunststoffchips. Welcher Karton pro Sendung verwendet wurde, erfasst das System per Scan. Damit haben Sie auch die Verbrauchsdaten für Ihre eigene Meldung nach Verpackungsgesetz.
- Beileger: Karten, Proben oder Rabattcodes legen wir nach Absprache bei. Mehr dazu im Ratgeber Verpackung & Branding.
- Sets und Bundles: Verkaufen Sie Sets im Shop, löst das System die Set-Artikel beim Auftragseingang in ihre Komponenten auf. Ihr Bestand stimmt pro Einzelteil. Mehr unter Stücklisten (BOM).
- Kontrolle beim Packen: Jeder Artikel wird gegen den Auftrag gescannt, bevor das Label gedruckt wird. Falsche Farben oder Größen fallen so im Lager auf, nicht beim Kunden.
- VideoShip: Jeder Packtisch hat eine Kamera, und zu jeder Sendung ist gespeichert, an welchem Tisch sie gepackt wurde. Bei einer Reklamation sichten wir den Packvorgang. Als Zusatzleistung buchbar, Details unter VideoShip.
Saisonware und Spitzen: Ski, Sommer, Wiesn, Weihnachten
Viele bayerische Sortimente sind saisonal. Outdoor- und Wintersportartikel haben ihre Spitze im Herbst, Trachtenmode vor den großen Volksfesten, Feinkost und Geschenkboxen vor Weihnachten. In der Spitze entscheidet sich, ob ein Fulfillment-Partner trägt.
So gehen wir mit Spitzen um:
- Frühe Planung: Für das vierte Quartal stimmen wir ab September Mengen, Anliefertermine und Aktionszeiträume ab. Wie das im Detail aussieht, beschreibt der Ratgeber Peak-Saison Q4.
- Anlieferung vor dem Ansturm: Sie melden Anlieferungen im Portal an. Wir buchen die Ware ein, bevor die Kampagne startet, nicht während.
- Sets vorab bauen: Geschenkboxen und Adventskalender konfektionieren wir vor der Saison. In der Spitze wird dann ein fertiges Set gepickt statt fünf Einzelteile. Mehr unter Konfektionierung.
- Transparenz im Portal: Offene Aufträge, fehlende Artikel und die durchschnittliche Bearbeitungszeit sehen Sie live. Wird ein Artikel knapp, sehen Sie es, bevor Kunden Lieferverzögerungen bemerken.
Zum Jahresende laufen bei uns bis zu mehrere Tausend Pakete am Tag durch das Lager. Der Cut-Off bleibt auch dann 14 Uhr.
Österreich und die Schweiz von Butzbach aus
Für eine Münchner Marke sind Österreich und die Schweiz oft der zweite und dritte Markt.
Österreich ist EU-Ausland. Es fällt kein Zoll an, die Zustellung dauert typischerweise 2–4 Werktage. Als Händler haben Sie trotzdem eigene Pflichten in Österreich, zum Beispiel bei der Umsatzsteuer und der Lizenzierung von Verpackungen. Was dazugehört, lesen Sie auf unserer Seite Fulfillment Österreich.
Die Schweiz ist kein EU-Land. Sendungen brauchen Zollpapiere, und dafür muss jeder Artikel eine Zolltarifnummer und ein Ursprungsland haben. Beides hinterlegen wir am Artikel. Für DHL-Sendungen erzeugt unser System die Zollinhaltserklärung CN23 automatisch mit allen Positionen, Gewichten und Werten. Die Einfuhrverzollung in der Schweiz übernimmt Ihr eigener Dienstleister. Mehr dazu im Wiki unter Zollanmeldung und im Leitfaden Cross-Border-Fulfillment.
Was Fulfillment für Münchner Händler kostet
Bei LogYou gilt dieselbe öffentliche Preisliste für alle Kunden, unabhängig vom Standort Ihres Büros:
| Baustein | Preis |
|---|---|
| Monatliches Paket | Start 99 €, Wachstum 199,99 €, Premium 299,99 € |
| Auftrag (Grundkosten) | 2,15 € / 1,90 € / 1,88 € je Paket |
| Pick & Pack je Artikel | 0,50 € / 0,45 € / 0,40 € |
| Verpackung je Auftrag | 0,35 € / 0,32 € / 0,32 € |
| Retoure je Stück | 2,40 € / 2,25 € / 2,25 € |
| Wareneingang | 4 bis 15 € je Palette |
| Lagerung | 8 bis 25 € je Palettenstellplatz und Monat |
| Porto | zum Carrier-Einkaufspreis, keine Versandmarge |
Die Vorgangspreise gelten für Pakete bis etwa 2 kg. Keine Setup-Gebühr, keine Mindestlaufzeit, keine Lager-Grundgebühr. Ihren Monat rechnen Sie auf der Seite Fulfillment-Kosten berechnen nach.
Rechenbeispiel: Saisongeschäft mit Paketwechsel
Saisonale Sortimente haben einen Vorteil bei uns, den viele übersehen: Sie können das Paket jeden Monat wechseln. Angenommen, Ihr Shop verschickt im normalen Monat 800 Bestellungen und im Dezember 2.400, jeweils mit 1,5 Artikeln pro Bestellung und 15 % Retouren:
| Monat | Paket Wachstum | Paket Premium |
|---|---|---|
| Normaler Monat (800 Aufträge) | 2.785,99 € | 2.809,99 € |
| Dezember (2.400 Aufträge) | 7.957,99 € | 7.829,99 € |
Im normalen Monat ist Wachstum günstiger. Im Dezember kehrt sich das um, weil Premium die niedrigeren Vorgangspreise hat. Wer zum Dezember auf Premium wechselt und im Januar zurück, spart in der Spitze. Premium bringt zusätzlich die Carrier-Wahl zwischen DHL und DPD sowie MHD- und Chargenverwaltung mit. Porto, Wareneingang und Lagerung kommen nach Verbrauch dazu. Den Rechner finden Sie auf der Seite Fulfillment-Kosten berechnen.
Checkliste: Anbieter im Süden vergleichen
Ob Sie ein Lager im Münchner Umland oder einen zentralen Dienstleister wählen, diese Punkte machen Angebote vergleichbar:
- Standort offenlegen lassen: Aus welchem Lager werden Ihre Pakete verschickt? Eine Adresse, keine Region.
- Laufzeiten nach Zielregion: Wie viele Werktage nach Hamburg, Köln, Berlin, Wien? Lassen Sie sich Tendenzen nennen, nicht nur den besten Fall.
- Cut-Off im Alltag und in der Spitze: Gilt die Uhrzeit auch im Dezember, oder verschiebt sie sich?
- Saisonflexibilität: Gibt es Mindestmengen pro Monat, die Sie im Sommerloch trotzdem bezahlen? Können Sie das Preismodell anpassen, wenn Ihr Volumen schwankt?
- Sets und Geschenkboxen: Werden Bundles im System aufgelöst, oder muss jedes Set als eigener Artikel geführt werden?
- Retouren: Wie schnell ist zurückgeschickte Ware wieder verkaufsfähig, und wie sehen Sie das?
- Vertragslaufzeit und Auszug: Was kostet es, wenn Sie nach einer Saison wechseln wollen?
Ein ausführliches Auswahlraster bietet das Wiki unter Fulfillment-Anbieter auswählen.
So starten Sie
- Erstgespräch innerhalb von 24 Stunden: Pakete pro Tag, SKUs, Saisonverlauf, Kanäle.
- Anbindung von Shopify, Shopware, Amazon oder Ihrer Warenwirtschaft wie JTL, PlentyONE oder Xentral.
- Warenanmeldung im Portal und Anlieferung per Paket oder Spedition. Wir scannen, gleichen ab, fotografieren und buchen ein.
- Live-Betrieb: Der erste Auftrag geht typischerweise am Folgetag nach Anbindung und Einbuchung raus.
Wechseln Sie von einem anderen Dienstleister, organisieren wir den Umzug ohne Versandpause. Mehr unter Fulfillment-Wechsel. Wie Sie Anbieter grundsätzlich vergleichen, lesen Sie auf der Seite Fulfillment-Dienstleister.