WooCommerce ist ein kostenloses Open-Source-Plugin, das WordPress zum Onlineshop macht, und weltweit das am häufigsten installierte Shopsystem. Fulfillment-Dienstleister binden es über die REST-API und Webhooks an oder über ein ERP, das WooCommerce als Kanal führt. Bestellimport, Bestandsabgleich und Tracking laufen dann automatisch.
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Was ist WooCommerce?
WooCommerce ist ein kostenloses Open-Source-Plugin, das aus einer WordPress-Website einen Onlineshop macht. Es erschien 2011 und gehört heute zum Unternehmen hinter WordPress.com. Nach Installationszahlen ist es das weltweit verbreitetste Shopsystem, weil es auf der größten Website-Plattform aufsetzt. Der Händler hostet selbst, wählt Theme und Zahlungsanbieter und ergänzt Funktionen über Tausende Plugins.
Im Unterschied zu Shopify gibt es keine gehostete Standardvariante, im Unterschied zu Shopware kein Shopsystem mit eigenem Kern: WooCommerce bleibt ein WordPress-Plugin, mit allen Vorteilen (Content und Shop in einem, volle Kontrolle) und Nachteilen (Hosting, Updates und Plugin-Konflikte liegen beim Händler).
Typische Händler und Größenordnungen
- Content-getriebene Marken, die aus Blog, Magazin oder Kursangebot heraus verkaufen, mit 5 bis 100 Bestellungen am Tag.
- Kleine bis mittlere Händler mit 100 bis 300 Bestellungen am Tag, die die Kostenfreiheit und Flexibilität schätzen.
- Nischenshops mit individuellen Produktkonfiguratoren oder Abo-Plugins, die auf Standardsystemen schwer abzubilden wären.
Ab einigen Hundert Bestellungen am Tag stoßen viele WooCommerce-Shops an Grenzen bei Performance und Datenpflege, weshalb dann oft ein ERP-System als führendes System davor gesetzt wird.
Wie die Fulfillment-Integration funktioniert
Es gibt drei Wege, die sich in Aufwand und Robustheit unterscheiden:
| Weg | Funktionsweise | Geeignet für |
|---|---|---|
| Direkt per REST-API | Schlüsselpaar in WooCommerce, Webhooks für neue Bestellungen, Bestand und Status per API zurück | Ein Kanal, gepflegte SKUs, stabiles Hosting |
| Über ein ERP | JTL-Wawi oder Xentral führt WooCommerce als Kanal; das Lager hängt am ERP | Mehrere Kanäle, Einkauf, Rechnungen |
| Über Middleware | Konnektor-Plattform übersetzt zwischen Shop und Lager | Individuelle Shops ohne native Anbindung (Middleware) |
Beim direkten Weg läuft es so:
- API-Schlüssel erzeugen: Unter WooCommerce → Einstellungen → Erweitert → REST-API wird ein Schlüsselpaar mit Lese- und Schreibrechten angelegt.
- Bestellimport: Ein Webhook meldet neue Bestellungen; übergeben wird typischerweise ab Status In Bearbeitung (Zahlung eingegangen). Positionen kommen mit Produkt-ID, Varianten-ID, SKU-Feld, Menge und Versandmethode.
- Bestandsabgleich: Das Lager schreibt die Lagermenge je Produkt oder Variante zurück; WooCommerce muss dafür die Bestandsverwaltung je Artikel aktiviert haben.
- Tracking-Rückmeldung: Das WMS setzt die Bestellung auf Abgeschlossen und übergibt die Sendungsnummer an ein Tracking-Plugin oder ein Meta-Feld, das die Versandmail ergänzt.
Webhooks in WooCommerce hängen vom WordPress-Zeitplaner (WP-Cron) ab, der nur bei Seitenaufrufen läuft. Bei wenig Traffic oder aggressivem Caching kommen Bestellungen verspätet oder gar nicht im Lager an. Lassen Sie WP-Cron über einen echten Server-Cronjob laufen oder nutzen Sie ein Polling des Dienstleisters als Absicherung.
Was Sie vor dem Wechsel prüfen sollten
- SKU-Feld gefüllt? WooCommerce erlaubt Produkte ohne SKU; für das Lager ist sie Pflicht, je Variante eindeutig.
- Bestandsverwaltung aktiv? Ohne aktivierte Bestandsführung je Produkt greift kein Bestandsabgleich.
- Hosting und Caching: Objekt-Cache und Seiten-Cache dürfen API-Antworten nicht cachen; ein schwacher Shared-Host macht die Anbindung träge.
- Plugins mit Bestandszugriff: Marktplatz-, Abo- oder Bundle-Plugins, die selbst Bestand schreiben, gegen das Lager abgrenzen.
- Versandmethoden: Jede WooCommerce-Versandmethode muss auf ein Carrier-Produkt im Lager abgebildet sein.
- Gewicht und Maße: In WooCommerce optional, für Carrier-Wahl und Volumengewicht im Lager notwendig.
Bevor Sie eine individuelle Anbindung bauen lassen, prüfen Sie den Weg über ein ERP: Sobald Amazon oder ein zweiter Kanal dazukommt, brauchen Sie es ohnehin, und das Lager wird dann einmal sauber ans ERP angebunden statt an jeden Shop einzeln.
So macht es LogYou
LogYou bindet WooCommerce-Shops über die eigene Plattform LogShip an, wahlweise direkt per REST-API oder über ein angebundenes ERP wie JTL-Wawi oder Xentral. Der genaue Weg wird im Onboarding anhand von Shop-Setup, Plugins und Kanälen festgelegt. Eine Übersicht aller nativen Anbindungen finden Sie unter Integrationen, den Leistungsumfang unter E-Commerce Fulfillment.
Häufige Fragen zu WooCommerce
Wie wird ein Fulfillment-Lager an WooCommerce angebunden?
Für welche Händler eignet sich WooCommerce?
Hat WooCommerce eine eigene Sendungsverfolgung?
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