Shopware im Fulfillment-Check: Anbindung, Bestände und Tracking für Shopware-6-Händler

Shopware ist das deutsche Shopsystem für Mittelstand und B2B. Wie die Fulfillment-Anbindung über die Admin API und Status läuft und was vor dem Wechsel zu prüfen ist.

🛒
Shopware — kurz erklärt

Shopware ist ein in Deutschland entwickeltes Shopsystem, das als Open-Source-Version, kommerzielle Edition oder Cloud-Variante betrieben wird. Fulfillment-Dienstleister binden Shopware 6 über die Admin API an: Bestellungen mit Status „in Bearbeitung" fließen ins Lager, Bestände und Tracking-Codes laufen zurück.

Was ist Shopware?

Shopware ist ein Shopsystem aus dem Münsterland, das seit 2000 entwickelt wird und mit Shopware 6 (seit 2019) auf einer modernen Basis aus Symfony und Vue.js läuft. Es gibt eine kostenlose Open-Source-Community-Edition, kommerzielle Editionen mit Zusatzfunktionen und eine gehostete Cloud-Variante. Anders als bei Shopify kann der Händler den Shop selbst hosten und den Code anpassen.

Im deutschen Markt ist Shopware das Standardsystem des Mittelstands: Händler mit großen Sortimenten, Varianten-Logik, B2B-Preislisten und mehreren Vertriebskanälen (Sales Channels), die häufig ein ERP-System als führendes System betreiben. Shopware 5 wird seit Mitte 2024 nicht mehr weiterentwickelt; für Fulfillment-Anbindungen ist Shopware 6 der Maßstab.

Typische Händler und Größenordnungen

  • Mittelständische Onlinehändler mit 50 bis 5.000 Bestellungen am Tag, oft mit mehreren Tausend SKUs und Varianten.
  • B2B- und B2C-Mischbetriebe, die über Sales Channels getrennte Storefronts mit eigenen Preisen fahren – siehe B2B-Fulfillment.
  • Marken mit Agentur-Betreuung, die individuelle Plugins und Checkout-Anpassungen betreiben.

Wie die Fulfillment-Integration funktioniert

Shopware 6 arbeitet mit drei getrennten Zustandsmaschinen je Bestellung: Bestellstatus (offen, in Bearbeitung, abgeschlossen), Zahlungsstatus (offen, bezahlt, erstattet) und Lieferstatus (offen, versandt, retourniert). Eine saubere Anbindung nutzt genau diese Status:

  1. Integration anlegen: Unter Einstellungen → System → Integrationen wird ein Zugang mit Client-ID und Secret erstellt und mit einer Rolle versehen, die nur Bestellungen, Produkte, Bestände und Lieferungen umfasst.
  2. Bestellimport: Der Dienstleister holt Bestellungen, sobald der Zahlungsstatus bezahlt und der Bestellstatus in Bearbeitung ist. Positionen kommen mit Produktnummer, Menge, Versandart und Adresse.
  3. Bestandsabgleich: Shopware unterscheidet Bestand (physisch) und verfügbaren Bestand (abzüglich offener Bestellungen). Das Lager schreibt den physischen Bestand; Shopware rechnet die Reservierungen selbst.
  4. Tracking-Rückmeldung: Beim Versand-Scan setzt das WMS den Lieferstatus auf versandt und trägt den Tracking-Code ein. Shopware verschickt daraus die Versandbestätigung mit Sendungsverfolgung.
  5. Retouren: Der Lieferstatus retourniert oder teilweise retourniert wird vom Lager gesetzt, die Erstattung bleibt im Shop oder ERP.
Tipp aus der Praxis

Legen Sie für den Fulfillment-Zugang eine eigene Rolle mit minimalen Rechten an und trennen Sie ihn von Agentur- oder ERP-Zugängen. So sehen Sie im Bestellprotokoll eindeutig, welches System welchen Status gesetzt hat.

Was Sie vor dem Wechsel prüfen sollten

PrüfpunktWarum es wichtig ist
Shopware-VersionShopware 5 wird kaum noch nativ angebunden; Migration auf 6 einplanen
Führendes SystemLäuft ein ERP, gehört die Lageranbindung ans ERP, nicht parallel an Shopware
ProduktnummernJede Variante braucht eine eigene, unveränderliche Produktnummer als SKU
Sales ChannelsWelche Kanäle liefert das Lager, welche nicht (z. B. Abholung, Digitalprodukte)?
Versandarten-MappingShopware-Versandart zu Carrier-Produkt im Lager, inklusive Express und Speditionsware
Plugins mit BestandszugriffMarktplatz- und ERP-Plugins, die selbst Bestand schreiben, gegen das Lager abgrenzen
!
Häufiger Fehler

Der Bestellstatus wird vom Shop nie auf in Bearbeitung gesetzt, weil der Übergang manuell oder per Flow Builder erwartet wird. Das Lager sieht dann keine Aufträge. Vor dem Go-Live mit Testbestellungen je Zahlungsart prüfen, welcher Status automatisch gesetzt wird.

So macht es LogYou

LogYou bindet Shopware 6 nativ über die Admin API an die eigene Plattform LogShip an: Bestellimport ab definiertem Status, Bestandsabgleich bei jeder Lagerbewegung, Lieferstatus und Tracking-Code beim Versand-Scan. Die Einrichtung ist auf der Seite Shopware-Integration beschrieben, der Leistungsumfang unter E-Commerce Fulfillment.

Häufige Fragen zu Shopware

Wie wird ein Fulfillment-Lager an Shopware 6 angebunden?
Über eine Integration in den Admin-Einstellungen, die Client-ID und Secret für die Admin API liefert. Der Dienstleister liest Bestellungen ab einem definierten Status, schreibt Bestände auf die Produkte zurück und setzt beim Versand den Lieferstatus samt Tracking-Code, was die Versandmail auslöst.
Kann Shopware 5 noch an ein Fulfillment-Lager angebunden werden?
Technisch ja, über die alte REST-API. Shopware 5 wird aber seit Mitte 2024 nicht mehr weiterentwickelt, und viele Dienstleister pflegen nur noch die Anbindung an Shopware 6. Wer das Lager wechselt, sollte die Migration auf Shopware 6 vorher oder gleichzeitig planen.
Für welche Händler eignet sich Shopware?
Für Händler mit großen Sortimenten, individuellen Anforderungen, B2B-Preislisten oder mehreren Vertriebskanälen, die Kontrolle über Hosting und Code behalten wollen. Typisch sind mittelständische Händler mit 50 bis mehreren Tausend Bestellungen am Tag.

Fragen zu Shopware in Ihrem Shop?

Wir verschicken seit 2014 täglich Pakete für E-Commerce-Marken. Sagen Sie uns Pakete pro Tag und Shop-System — wir antworten mit einer konkreten Einschätzung.

Noch Fragen offen?

Sprechen Sie direkt mit Menschen, die Ihr Lager später führen — kein Callcenter, keine Warteschleife.

Antwort in 24 h · Mo–Fr 9–16 Uhr auch telefonisch
KostenlosAntwort in 24 h