Dropshipping (deutsch: Streckengeschäft) ist ein Handelsmodell, bei dem der Onlinehändler keine Ware lagert: Bestellungen werden an einen Lieferanten oder Hersteller weitergeleitet, der direkt an den Endkunden versendet. Der Händler trägt Marketing, Shop und Kundenservice, hat aber keine Kontrolle über Lieferzeit, Verpackung und Qualität.
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Was ist Dropshipping?
Dropshipping ist die englische Bezeichnung für das Streckengeschäft: Ein Händler verkauft Produkte, die er nicht selbst auf Lager hat. Geht eine Bestellung ein, leitet er sie an einen Lieferanten, Großhändler oder Hersteller weiter, der die Ware direkt an den Endkunden versendet. Der Händler bezahlt den Einkaufspreis erst nach dem Verkauf, hält keinen Bestand und hat kein Lager.
Der Unterschied zum Fulfillment liegt im Eigentum und in der Kontrolle: Beim Fulfillment gehört die Ware dem Händler und liegt bei einem Fulfillment-Dienstleister, der nach den Vorgaben des Händlers verpackt und versendet. Beim Dropshipping gehört die Ware dem Lieferanten, der so verpackt und versendet, wie er es für alle seine Abnehmer tut.
Wie Dropshipping in der Praxis funktioniert
- Listing: Der Händler übernimmt Produktdaten und Bilder des Lieferanten in seinen Shop, oft automatisiert über Plugins oder Feeds.
- Bestellung: Der Kunde bestellt und bezahlt im Shop des Händlers.
- Weiterleitung: Die Bestellung geht per Schnittstelle, Marktplatz-Tool oder manuell an den Lieferanten; der Händler zahlt den Einkaufspreis.
- Versand durch den Lieferanten: Der Lieferant kommissioniert, verpackt und versendet, meist mit eigenem Absender oder neutral, teils mit dem Namen des Händlers (White Label).
- Tracking und Service: Der Händler erhält die Sendungsnummer, informiert den Kunden und bleibt Ansprechpartner für Fragen, Gewährleistung und Widerruf.
Bei Lieferanten in der EU liegt die Lieferzeit bei zwei bis sieben Tagen, bei Direktversand aus Asien bei ein bis vier Wochen inklusive Zoll.
Dropshipping und Fulfillment im Vergleich
| Merkmal | Dropshipping | Fulfillment mit eigener Ware |
|---|---|---|
| Kapitalbindung | keine | Wareneinkauf im Voraus |
| Lieferzeit Deutschland | 2–7 Tage (EU), 1–4 Wochen (Asien) | 1–2 Tage |
| Verpackung, Beileger | Lieferantenstandard | nach Ihren Vorgaben |
| Marge | niedrig, Einkaufspreis je Stück | höher durch Mengeneinkauf |
| Retouren | Rücksendung an Lieferanten, oft ungeregelt | eigener Prozess, Ware in 48 h wieder verfügbar |
| Bestandskontrolle | Bestand des Lieferanten, oft ungenau | Live-Bestand im WMS |
| Exklusivität | keine, jeder kann dasselbe Produkt listen | eigene Produkte, eigene Marke |
| Rechtliche Verantwortung | Händler haftet als Verkäufer | Händler haftet als Verkäufer |
Seit Dezember 2024 gilt die EU-Produktsicherheitsverordnung GPSR. Wer Ware aus Drittstaaten an EU-Verbraucher verkauft, braucht einen in der EU ansässigen verantwortlichen Wirtschaftsakteur und muss Sicherheits- und Herstellerangaben am Produkt und im Listing bereitstellen. Dropshipping-Modelle mit Direktversand aus Asien erfüllen das meist nicht – Marktplätze sperren betroffene Listings. Details im Beitrag GPSR für Onlinehändler.
Warum das Thema für Onlinehändler wichtig ist
Dropshipping ist ein günstiger Weg, ein Produkt zu testen: kein Wareneinkauf, kein Lager, kein Risiko auf Restbeständen. Sobald ein Produkt läuft, kehren sich die Vorteile um. Lieferzeiten von einer Woche und mehr kosten Conversion, weil Kunden in Deutschland 2026 ein bis zwei Tage erwarten. Retouren gehen an einen Lieferanten, der sie nicht will, oder landen beim Händler zu Hause. Und die Marge bleibt niedrig, weil derselbe Lieferant dasselbe Produkt an dutzende andere Shops liefert.
Der übliche Weg wachsender Marken: Produkt per Dropshipping validieren, dann eine erste Charge in Menge einkaufen und bei einem Dienstleister für E-Commerce-Fulfillment einlagern. Ab etwa 10 Paketen pro Tag rechnet sich das, und mit Markenverpackung, Beilegern und einem geregelten Retourenmanagement wird aus dem Produkt eine Marke.
Wenn Sie den Wechsel planen, lassen Sie die erste eigene Charge direkt vom Hersteller an das Fulfillment-Lager liefern, nicht zu sich nach Hause. Der Dienstleister prüft den Wareneingang, meldet Fehlmengen und Schäden und bucht die Ware sofort verkaufsfähig ein – bei Importen inklusive Prüfung der Kennzeichnung.
So handhabt LogYou das Thema
LogYou betreibt kein Dropshipping, sondern lagert Ihre eigene Ware in Butzbach ein und versendet sie nach Ihren Vorgaben: Same-Day bis 14 Uhr, Markenverpackung, Beileger, Retouren in 48 Stunden wieder verfügbar. Der Einstieg ist ab etwa 10 Paketen pro Tag wirtschaftlich und ohne Mindestlaufzeit möglich, sodass der Umstieg von einem Dropshipping-Test auf eigene Ware ohne Vertragsrisiko gelingt. Details unter E-Commerce Fulfillment und Lagerlogistik & Wareneingang.
Häufige Fragen zu Dropshipping
Was ist der Unterschied zwischen Dropshipping und Fulfillment?
Ist Dropshipping in Deutschland legal?
Wann sollte ich von Dropshipping auf Fulfillment umsteigen?
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